Keine Einigung mit Investor Foxconn. Sharps Aktien im Sturzflug

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Osaka – Ein schwarzer für Japans Elektronikriesen Sharp. Investor Hon Hai und Sharp konnten sich nicht auf einen Einstieg von Hon Hai / Foxconn einigen. Sharp konnte außerdem den Liefertermin für Apple iPhone 5 Bildschirme nicht einhalten.

Terry Gou, Gründer von des Elektronik- und Computerteile Herstellers Foxconn bzw. Hon Hai Precision Industry, kam nicht wie erwartet zur angesetzten Pressekonferenz in Sakai, Japan. Stattdessen verliess Gou Japan am gestrigen Donnerstag ohne Kommentar zum Investmentdeal mit dem japanischen Elektronikgiganten Sharp.

Der Einstieg Foxconns wird als mögliche Rettung für Sharp gehandelt

Beobachter hatten mit einem Abschluss des Investmentdeals zwischen Sharp und Hon Hai gerechnet. Der Einstieg des taiwanesischen Auftragsherstellers bei Sharp wird als mögliche Rettung für das krisengeschüttelte japanische Unternehmen gehandelt.


Entsprechend groß war die Enttäuschung an den Aktienmärkten als Gou weder auf der Pressekonferenz erschien, noch Sharps Pressesprecher Heihachiro Ochiai sich zum Verlauf der Verhandlungen äussern wollte – Sharps stürzte um ganze 13% auf 198 Yen.

Foxconn will statt 550 Yen nur noch 200 Yen pro Aktie zahlen

Will 20% von Sharp: Terry Guo

Will 20% von Sharp: Terry Guo

Die ursprüngliche Vereinbarung zwischen Foxconn und Sharp sah eine 9.9% Beteiligung von Foxconn an Sharp vor. Wie die Nikkei Shimbun aber berichtete plant Foxconn die Beteiligung auf 20% zu verdoppeln, womit das taiwanesische Unternehmen Sharps größter Anteilseigner wäre.

Während der ersten Verhandlungsrunde einigte man sich auf einen Abschluss bis März 2013 und einem Preis von 550 Yen pro Aktie. Durch den starken Kursverfall der Sharp-Aktie will Foxconn jetzt allerdings nur noch 200 Yen pro Aktie zahlen – knapp zwei Drittel weniger als der ursprüngliche Kaufpreis.

Sharp kann Bildschirme für Apple iPhone 5 nicht rechtzeitig liefern

Wartet auf Sharp: Apples iPhone 5

Warten auf Sharp: Das iPhone 5

Weitere Probleme bereitet Sharp derzeit die Produktion von Bildschirmen für das iPhone 5 von Apple. Aufgrund des technischen Know-Hows hatte sich Apple unter anderem für Sharp als Lieferanten entschieden. Weitere Lieferanten sind Japan Display Inc. sowie Südkoreas LG Display.

Die Massenproduktion des Displays mit der neuen In-Cell Technologie gestaltet sich schwierig, weshalb Sharp den Liefertermin von Ende August auf unbestimmte Zeit verschieben muss. Ob ein möglicher Mangel an passenden Displays die Lieferung von Apples neustem Smartphone verzögern wird ist noch unklar.

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