Alles ist sicher: Neue Messgeräte in Fukushima messen radioaktive Belastung – aber nur bis 25 Bq/kg

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“Ich möchte das nach dem Test noch essen!”

Laut einem Bericht der Fukushima Minpo wird die Tohoku Universität ab dem 19.02. neue Messgeräte im Beobachtungszentrum Fukushima einsetzen – mit einem Haken.

In Fukushima werden Obst und Gemüse auf radioaktive Belastung gemessen

Obst und Gemüse werden auf radioaktive Belastung gemessen

Die neuen Geräte zur Messung der radioaktiven Belastung von Obst und Gemüse aus der Region erlauben es eine Belastungsmessung durchzuführen ohne die Nahrungsmittelproben vorher zu zerkleinern.

Damit reagieren die Behörden auf Beschwerden der Bevölkerung. “Es ist zu lästig 1 Kilogramm (Anm.: Gemüse oder Obst) zurechtzuschneiden” oder “Ich möchte (Anm.: Gemüse oder Obst) nach dem Test noch essen”, so die Beschwerden der Anwohner die mit ihren Proben in der Vergangenheit zu den Belastungsmessungen angereist waren.


Messen ja, aber bitte nur bis 25 bq/kg

Die neuen Messinstrumente wurden von Professor Keizo Ishii (Ingenieursinstitut für Quantenwissenschaften des Graduiertenkollegs der Tohoku Universität) entwickelt. Darüberhinaus ist Professor Ishii ebenfalls Berater für Strahlungsabwehr der Stadt Fukushima. Bisherige Messinstrumente nutzten nur einen Sensor zur Messung von Radioaktivität. Das von Professor Ishii entwickelte System wir stattdessen sieben Sensoren einsetzen und zudem ermöglichen Gemüse- und Obstproben von 0,7kg bis maximal 3kg auf radioaktive Belastung zu untersuchen. Die Nachweisgrenze der neuen Messgeräte liegt bei 25 Becquerel pro Kilogramm, so die Fukushima Minpo weiter.

Neue Instrumente zur Beruhigung der Bevölkerung

Wieso die obere Nachweisgrenze bei einem so niedrigen Wert angesetzt wurde berichtet die Fukushima Minpo nicht. “Landwirtschaftliche Erzeugnisse in kleinen Mengen, wie zum Beispiel aus dem heimischen Garten, können auf Strahlung untersucht und anschließend von den Leuten wieder mit nach Hause genommen werden. Die neuen Instrumente wollen wir außerdem zur Beruhigung der Bevölkerung einsetzen”

Anscheinend misst man in Japan nicht zum besseren Verständnis der aktuellen Situation, sondern um ein falsches Gefühl der Sicherheit zu schaffen. Solange Strahlungsmessungen nicht dem letzteren Zweck dienen werden auch keine durchgeführt. Eine bedenkliche Politik, die aber so bereits seit knapp zwei Jahren durchgeführt wird.

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