Ozawa findet Gefallen an Deutschlands Atomausstieg

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Berlin – Deutschland hat mit dem Atomausstieg die richtige Entscheidung getroffen und Japan sollte es Deutschland gleichtun, so Ex-DPJ Chef Ichiro Ozawa beim Gespräch mit Peter Altmaier (CDU)

80% der Deutschen und alle Parteien unterstützen den Atomausstieg

Nach dem Treffen mit Altmaier am vergangenen Mittwoch, zitierte Ozawa den deutschen Bundesumweltminister mit den Worten “80 Prozent der Deutschen und alle politischen Parteien unterstützen den Atomausstieg.”

Nach dem Fukushima-GAU Ende März 2011 beschloss die deutsche Regierung den vollständigen Atomausstieg bis Ende 2022.


Peter Altmaier trifft japanische Delegation

Umweltminister Altmaier im Gespräch mit Ichiro Ozawa (Raphael Huenerfauh/photothek.net)

Japan hat nicht genug Anstrengungen unternommen

“Japan ist zu einem beträchtlichen Grad auf Atomenergie angewiesen und hat nicht genug Anstrengungen unternommen um sich davon loszusagen” so Ozawa beim Gespräch mit anwesenden Reportern. “Im Hinblick auf die in Japan vorhandenen Wind-, Wasser und Erdwärmeressourcen in Japan, sollten wir [Anm.: Japan] in der Lage sein alternative Energien einfacher als Deutschland einzusetzen.”

Für Ozawa, der nach seinem Austritt aus der Demokratischen Partei Japans (DPJ) die Partei Kokumin no Seikatsu ga Daiitchi (Das Leben der Staatsbürger an 1. Stelle) gründete, stellt die Energiepolitik eines der Kernthemen der kommenden japanischen Wahlen dar.

Japanischer Atomausstieg ebenfalls bis 2022?

Ozawa versprach den Atomausstieg Japan innerhalb der nächsten 10 Jahre. Ein ehrgeiziges Ziel – die konservative DPJ plan einen Ausstieg bis “irgendwann in den 2030ern.”

Auf Ozawas Programm stehen weiterhin Besuche bei diversen deutschen Unternehmen und Organisationen, darunter auch eine südbayerische Gemeinde die ihren Energiebedarf ausschließlich mit erneuerbaren Energien deckt.

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