Soziale Netzwerke: Erfolg für Facebook in Japan

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Tokyo – Facebooks Betriebsleiterin Sheryl Sandberg besucht Japan und erklärt warum der Erfolg auf dem japanischen Markt für das soziale Netzwerk wichtig ist.

Regionale Besonderheiten stellen westliche Technologieunternehmen beim Eintritt in den asiatischen Markt immer wieder vor große Herausforderung. Facebook konnte jetzt den Lokalmatador Mixi – das bisher bevorzugte soziale Netzwerk Japans – aus dem Sattel heben und erstmal bei den Nutzerzahlen übertrumpfen.

“Japan ist ein sehr wichtiger Markt für uns. Wir haben hier derzeit über 15 Millionen Nutzer. Noch vor 6 Monaten hatten wir nur 10 Millionen. Insgesamt ist der Markt sehr fortgeschritten mit einem sehr hohen Anteil von Mobilnutzern” so Facebooks Betriebsleiterin (COO) Sheryl Sandberg bei einem Interview mit der Nikkei Shimbun während ihres Besuchs in Japan.


Facebook arbeitet sein einiger Zeit daran die Nutzung des sozialen Netzwerks mit dem Smartphone zu monetarisieren. Seit Mitte des Jahres haben Unternehmen die Möglichkeit auch auf der mobilen Variante von Facebook Werbung zu schalten. Ein einträgliches Geschäft für das Silicon Valley Unternehmen, welches Werbung zuvor nur auf der “großen” Desktop-Variante von Facebook ermöglichte.

“Viele Innovation und eine Menge Technologie stammt aus Japan. Darüber hinaus ist Japan der zweitgrößte Werbemarkt der Welt.” so Sandberg über Facebooks Interesse am japanischen Markt.

Wie wichtig dieser Markt dabei für Facebook wirklich ist, zeigt folgende Statistik. Nutzer des japanischen Facebook-Konkurrenten Mixi nutzen dessen Portal zu 80% von ihren Mobiltelefonen. Laut Facebooks Werbe-API-Partnern wird mobile Werbung 13 Mal so häufig angeklickt und bringt 11 Mal mehr Geld als Desktop Werbung bei Facebook. Ein riesiger potentieller Markt für Facebook an dem auch Google interessiert ist.

Während ihres Aufenthalts traf Sandberg sich außerdem mit  Yoko Komiyama, Japans Ministerin für Gesundheit, Arbeit und Soziales, um Facebooks Organspenderegistrierungsprogramm zu besprechen. Das Programm startete vor zwei Wochen in Japan und Südkorea.

Sandberg traf sich ebenfalls mit Masayoshi Son, dem Mann der mit seinem Telekommunikationsunternehmen Softbank das iPhone nach Japan brachte.

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