Am Montag wurde die japanische Journalistin Mika Yamamoto während Kämpfen in Aleppo, Syrien bei Feuergefechten zwischen Rebellen und Regierungstruppen getötet.
Internetvideo kursierte bereits vor offizieller Bestätigung
Ein im Internet kursierendes Video zeigte die Leiche von Yamamoto bereits bevor die japanische Auslandsvertretung in Kilis im Süden der Türkei ihren Tod bestätigen konnte. Meldungen und den Videobildern (Amn.: Vorsicht, drastische Bilder) zu Folge wurde Yamamoto zunächst durch einen Schuss in den Hals schwer verletzt und erlag später diesen Verletzungen.
Ehemalige Kollegen der 45-jährigen Mika Yamamoto erinnern sich an sie “als eine Expertin für Kriegsberichterstattung” und als jemand der bereit war sich “an Kampfschauplätze zu wagen die selbst von männlichen Kollegen gemieden wurden.”
Yamamoto selbst erklärte ihren Kollegen regelmäßig, dass sie aus Konfliktzonen berichte, da sie das Gefühl habe die Realität des Krieges würde nur selten die Öffentlichkeit erreichen.
Diskussion um die Sicherheit von japanischen Journalisten
Yamamotos Tod reiht sich ein in eine Kette von ähnlichen Fällen:
- Im Jahr 2004 wurden die beiden freien Journalisten Shinsuke Hashida und Kotaro Ogawa bei einem Angriff auf ihr Fahrzeug im irakischen Bagdad getötet.
- Im September 2007 wurde der Journalist Kenji Nagai von Sicherheitskräften der burmesischen Militärjunta niedergeschossen.
- Im April 2010 wurde der 43 Jahre alte Journalist Hiroyuki Muramoto bei der Berichterstattung über Aufstände in der thailändischen Hauptstadt Bangkok erschossen.
- Mika Yamamotos Tod im japanischen TV
- Mika Yamamoto. Am 20. August 2012 in Syrien getötet
Bereits vier tote Journalisten im Syrien-Konflikt
Wie der Focus berichtet wurden damit in Syrien bereits vier ausländische Journalisten getötet. Neben Yamamoto zählen auch der französische Reporter Gilles Jacquier sowie die US-amerikanische Journalisten Marie Colvin und ihr französischer Kollege Rémi Ochlik die bei einem Angriff auf das Pressezentrum in Homs getötet wurden.
In Japan hat der Tod Yamamotos eine Diskussion über die Sicherheit japanischer Journalisten im Ausland und in Krisengebieten ausgelöst. Im letzten Monat berichtete die Asahi Shimbun das die chinesische Polizei in Nantong ihren Korrespondenten Atsushi Okudera angegriffen habe und seinen Presseausweis sowie seine Kameraausrüstung konfisziert habe als dieser über chinesische Umweltproteste berichtete.
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