Orang Utan kann alten Laptop im “Retina-Modus” nutzen

flattr this!

Lange wurde spekuliert wer der neue Lieferant für Apples Retina Displays sein würde. Im Vorfeld der Vorstellung des neuen iPad (3) erklärten vermeintliche Insider dass Apple Sharps neue Displaytechnologie einsetzen würde. Zumindest beim iPad musste Apple dann wegen Produktionsschwierigkeiten bei Sharp weiterhin auf die ungeliebte Konkurrenz aus Südkorea – Samsung – als Displaylieferanten zurückgreifen.

Spätestens seit dem Erscheinen des neuen Macbook mit (ultra-)hochauflösendem Bildschirm ist der Marketingbegriff “Retina” wieder in aller Munde (ja, auch hier) und der gemeine Käufer stellt fragt sich was denn überhaupt ein Retina-Display ist und wie dieses definiert ist. Steve Jobs erklärte bei der Vorstellung des iPhone 4, dass ein Retina-Display ein Bildschirm wäre der es bei normalem Betrachtungsabstand unmöglich mache einzelne Pixel auseinander zu halten.

PPI, Pixel Pitch, etc.! Alles Retina oder was?

Betrachtungsabstände varieren je nach größe des eingesetzten Bildschirms und Endgeräts: während man ein Smartphone meistens aus einer Entfernung von etwa 30cm Auge zu Display betrachtet, beträgt die Entfernung bei einem Laptop schon eine Armlänge (ca. 50-70cm) und bei großformatigen TV-Bildschirmen 3m und im Kinosaal bereits 10m und mehr. In der Praxis können also alle Bildschirmgrößen zu einem Retina-Display werden. Ob der optimale Betrachtungsabstand noch sinnvolles Arbeiten oder Genießen der (Bildschirm-)inhalte ermöglicht muss dann jeder für sich selbst entscheiden. Während ein Macbook Air 13″ und 1440×900 Auflösung beim normalen Arbeiten noch Retina-artige Ergebnisse liefert, braucht man für den gleichen Effekt bei einem DELL Inspiron 1501 15.4″ und 1280×800 Auflösung bereits Orangutan-ähnliche Arme um die Tastatur überhaupt noch zu erreichen ;)


Ab welcher Entfernung wird auch mein Display zum “Retina-Display”?

Ich habe mich das auch gefragt und ein wenig Formelsynkrethismus betrieben um die Antwort mathematisch zu formulieren. Das Ergebnis ist folgende Form. Zum Errechnen der “Sweetspots” – also dem Punkt ab dem das menschliche Auge einzelne Pixel auf einem gegebenen Bildschirm nicht mehr unterscheiden kann – einfach die Felder “horizontale Auflösung“, “vertikale Auflösung” und “Bildschirmdiagonale” ausfüllen und “Los geht’s!

Horizontale Auflösung:
Vertikale Auflösung:
Bildschirmdiagonale (Zoll):
Pixel / Zoll:
Pixel Pitch (mm):
Optimaler Abstand (cm):

Das Ergebnis

Als Ergebnis werden die Pixel pro Zoll, Der Pixelabstand (auch Pixel Pitch genannt) sowie der entscheidende Faktor “Ab wann wird’s ‘Retina’?” ausgeworfen. Letzteres bedeutet, dass ab x Zentimeter (siehe Ergebnis) Entfernung zwischen Auge und Bildschirm keine Pixel mehr wahrgenommen werden. Tada! Ach so, der Orang Utan!

Orang Utan kann Dell Inspiron1501 Retina nutzen

* Sorry für die Spiegel-Online-artige Überschrift! Ich konnte nicht anders ;)

Wenn Ihnen der Artikel gefallen hat hinterlassen Sie uns doch einen Kommentar oder abonnieren Sie unseren RSS Feed um auf dem Laufenden zu bleiben!

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

  1. Alle Jahre wieder… Unterstützung für Noda fällt. Wer kann eigentlich am längsten? Bald ist es wieder so weit. Nein, nicht Weihnachten, auch...