Die Probleme des japanischen Exportsmarkts

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Japans Wirtschaft leidet seit über zwei Jahrzehnten nicht nur unter an hausgemachten Problemen wie einer gewaltigen Immobilienblase Anfang der 1990er, einer hohe Staatsverschuldung und einem extremen demographischen Ungleichgewicht.

Seit dem Lehmann-Schock Mitte 2008 wertet der Japanische Yen stetig gegenüber den Währungen der Haupt-Exportpartner auf. Japan leidet unter dem Druck den die eigene starke Währung auf das exportorientierte Land ausübt. Die Top-3 Exportmärkte für japanische Waren sind laut CIA World Factbook folgende:


  • China VR 19,4%
  • USA 15,7%
  • Süd-Korea 8,1%

Trotz einer Lockerung der Wechselkurspolitik ist der chinesische Renminbi Yuan immer noch eng an den US Dollar gekoppelt – ein schwacher Dollar zu Yen Kurs bedeutet einen schwachen Renminbi Yuan zu Yen Kurs. Dadurch steigen die Preise für Importe aus Japan für zwei der größten Exportpartner Japans – die VR China und die USA – die zusammen immerhin circa ein Drittel der Exporte Japans ausmachen. Der südkoreanische Won ist zwar nicht mehr an den US Dollar gekoppelt aber geopolitische Spannungen zwischen Nord- und Südkorea und die Abhängigkeit von teuer importierten Rohstoffen sind nur zwei Gründe für einen schwachen Won.

Zögern und Lippenbekenntnisse

Eine Werkzeug zur kurzfristigen Korrektur des Wechselkurses ist eine Intervention der Staatsbank, doch gerade die hält sich in Japan stark zurück. Auch Politik zögert mit langfristigen ausgelegten Maßnahmen wie der Erhöhung der japanischen Mehrwertsteuer von 5% auf 10% bis 15% und zeichnet sich eher durch Lippenbekenntnisse aus. Bereits im August 2011 wurde Japan von der Ratingagentur Moody’s auf Aa3 herabgestuft nachdem die Politik keine Bereitsschaft zeigte proaktiv gegen die hohe Staatsverschuldung Japans vorzugehen. Zuvor wurde Japan bereits im Januar 2011 von S&P auf das Rating AA- herabgestuft.

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