Neues aus… Japan

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Die Fußball-WM ist vorbei und Japan ist Weltmeister. Die Medien widmen sich vermehrt wieder anderen Themen abseits (Achtung Wortspiel!) des Sports. Zeit einen Blick auf die Wortwolke der Woche zu werfen…

Neues aus Japan 25.07.2011


Am Montagabend werden die webweiten Nachrichten zu Japan wieder einmal von der Furcht vor dem Super-GAU in Fukushima dominiert. Zurückführen ist das auf die Nachricht, dass mit Cäsium belastetes Rindfleisch in den Handel gelangt sei nachdem belastetes Futtergras an Schlachtvieh verfüttert wurde. In einem erstaunlich guten Artikel berichtet die Ärztezeitung dazu (in Sommergrilllaune?) Japan will verstrahltes Rindfleisch verbrennen. In der Yomiuri Shimbun liest sich, die japanische Regierung plane Fleisch aus dem Handel zurückzukaufen. Das allerdings nur wenn dessen Cäsiumgrenzwerte, die derzeit bei 500 Becquerel pro Kilogramm liegen, überschritten werden. Bei unklaren Fällen soll zunächst das Fleisch von den Großhändlern gelagert werden, wobei die Regierung Kosten für diese Lagerung ersetzen will.

Obwohl die Fukushima-Krise wieder die Spitzenstellung bei den Schlagwörtern einnimmt, landet die Damenfußball-WM 2011 immer noch locker auf Platz 2. Damit haben sich die japanischen Damen bekanntlich nicht zufrieden gegeben und so berichtete die japanische Yomiuri Shimbun am Montag auch, dass der Tenno ([jp. »japanische Kaiser«] der, hat nur wenig mit dem deutschen Kaiser Beckenbauer gemein) und seine Frau die japanische Damenfußballnationalmannschaft, in den Medien auch als Nadeshiko Japan bekannt, am Morgen des 19. Julis empfangen und zu ihrem Sieg beglückwünscht haben. Auch Christian Wulff konnte es nicht lassen und verfasste laut dts ein Glückwunschschreiben zum Titelgewinn an den japanischen Kaiser mit den Worten “Die japanische Nationalmannschaft hat ausgezeichnet und fair gespielt, hart gekämpft und nie aufgegeben”. Weiterhin erwähnt Wulff die schwierigen Trainingsumstände (die Japanerinnen mussten aufgrund der Fukushima Katastrophe ihr Trainingslager in die USA verlegen) und ist der Meinung “[...] dass dieser Sieg Ihren Landsleuten gerade angesichts des Schicksalsschlags [...] besondere Ermutigung gibt.”

Person der Woche wird Yukiya Amano (jap. 天野 之弥), seines Zeichens Generaldirektor der International Atomenergie Aufsichtsbehörde. Amano besuchte am Dienstag das angeschlagene Atomwerk in Fukushima und traf sich daraufhin mit dem japanischen Premierminister Naoto Kan. Was die beiden besprochen haben versuchen wir bis nächste Woche in Erfahrung zu bringen ;)

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